sabato 2 gennaio 2010
giovedì 31 dicembre 2009
martedì 29 dicembre 2009
Wie wollen wir leben?
In-München Dezember 2009 - Belästigungen von Michael Sailer
Ein Vorschlag zur Güte an die protestierenden Studenten (und ihre Gegner)
Eine Frau Wintermantel, so was wie die oberste Verwaltungsverwalterin der deutschen Universitäten, hat erklärt: "Auf den Arbeitsmärkten wächst die Akzeptanz der Bachelor- und Masterabsolventen." Das, meint sie, sei ein Erfolg.
Ja ist es, und zwar für die Durchsetzung vollkommener geistiger Verwirrung in Bezug auf das, was man in Europa unter "Bildung" versteht. "Bildung" ist für Leute wie Wintermantel nichts anderes und nicht mehr als ein Arsenal von Fertigkeiten, die der Mensch braucht, um als Arbeitskraft eingesetzt werden zu können. Idealtypisch verkörpert ist diese Ideologie in der Durchsetzung der "Wirtschaftswissenschaften", im engeren Sinne der Betriebswirtschaftslehre (die nicht umsonst "Lehre" heißt) , als Leitdisziplin aller akademischen Zweige und Richtungen. Niemand traut sich mehr zu fragen, was diese Schulung in den Dogmen der Geldreligion an einer Universität zu suchen hat, seit mehr Menschen BWL "studieren" als irgendein anderes Fach, seit Menschen Dingsbumsklimbim wie "Sporteventmarketing" für akademisch halten, so etwas den Künsten, der Literatur, Sprachen, Philosophie, Musik, Historiographie etc. gleichsetzen und meinen, man könne diese ebenso in ein paar Jahren wie in einer Schule "lernen" und den Lernerfolg mit einem "Bachelor"-Abschluss nachweisen, um dann loszustarten und sich verwerten zu lassen.
Um das klarzustellen: es ist völlig verständlich und im Sinne der kapitalistischen Logik zwangsläufig, dass Firmen und Konzerne möglichst gut ausgebildete Arbeitskräfte haben möchten. Aber uns (alle), als Gesellschaft, geht das überhaupt nichts an. Wenn jemand Menschenmaterial zum Ausbeuten braucht, soll er sich das gefälligst selbst heranziehen. Oder sagen wir's ein bisschen milder: Wer ein Studium als Ausbildung (zum Ausüben eines Berufs) begreift, der ist ein Auszubildender und kein Student (und darf sich nach Ende seiner Ausbildung gerne "Meister" nennen, wie das in anständigen Berufen seit langem üblich ist - wohingegen der Titel "Bachelor" - "Junggeselle" - die schreiende Lächerlichkeit der ganzen skandalösen "Reform" belegt). Das meine ich nicht im Geringsten überheblich; es ist nur eine notwendige Abgrenzung. Ein Studium hat keinen "Zweck" und per se auch kein Ziel, nur das, sich zu bilden um kritisch denken, reflektieren, sich äußern und andere Menschen anregen und lehren zu können. Das wiederum geht die Industrie, den Handel und andere Gewerbe nichts an, im Gegenteil: Es läuft ihnen im Normalfall zuwider. Deshalb gehen sie dagegen vor, indem sie sich die Universitäten unter den Nagel reißen, sie zu Berufsschulen umbauen und mit Depperldisziplinen überschwemmen, die man möglichst gut kontrollieren, normieren und zur Heranziehung von arbeitsfähigem Humanmaterial nutzen kann.
Der derzeitige Konflikt an den Universitäten wäre also ganz einfach zu lösen: durch die Gründung neuer, staatlicher Institute, die ausschließlich für die zugänglich sind, die studieren wollen. Solche Menschen brauchen wir alle, als Gesellschaft deshalb sollte ihr Studium selbstverständlich kostenlos sein; man könnte ihnen auch eine Art Bildungsgehalt zahlen, damit sie sich geistig betätigen können und nicht gezwungen sind, nebenbei zu arbeiten. Die derzeitigen "Hochschulen" kann man dann der Wirtschaft übergeben, damit sie sie nach Belieben zur Ausbildung von Arbeitskräften nutzt. Dafür gibt es selbstverständlich vom keinen einzigen Cent vom Staat. Wenn die Wirtschaft eine möglichst gut verwertbare Ausbildung möchte, soll sie selbst dafür aufkommen - sie steckt ja hinterher auch die Profite ein. Dass sie diese an den Börsen verklappt und dafür die Regierungen Studiengebühren kassieren lässt, dass selbige Regierungen die Studiengebühren dann dafür missbraucht die Steuern der Großverdiener zu senken und andererseits ein bürokratisches Monstrum wie die Bafög-Behörden schaffen, um per Almosen, Leihgabe und Augenwischerei den Eindruck zu erwecken, ihnen sei daran gelegen, Kindern anderer Klassen als der der Besitzenden und Bestimmenden ein Studium oder wenigstens eine elitemäßige Berufsausbildung zu ermöglichen macht den ganzen Circus vollends zur Farce.
Der Konflikt an den und um die Universitäten, der sich derzeit endlich und vollkommen legitim in Demonstrationen, Besetzungen und anderem entlädt (und dies hoffentlich weiterhin tun wird), hat also über den Vordergrund hinaus nicht das geringste mit "Bachelor", "Master" und anderem Bologna-Pipifax zu tun, auch nicht mit minimalen Erhöhungen der Bafög-Almosen und der (selbstverständlich absolut notwendigen) Abschaffung der Studiengebühren. Wer damit nicht einverstanden ist, dem wird es auf die Dauer nichts helfen, zu fordern, die Heizung aufzudrehen, nachdem die Hauswände eingerissen worden sind. Mag sein, dass es davon in der Ruine vorübergehend ein bisschen wärmer wird - aber nur so lange, bis der letzte Brennstoff verbraucht ist. Anders gesagt: Wer nicht damit einverstanden ist, dass wirkliche Bildung und kritisches Denken vollständig aus Europa verschwinden und ersetzt werden durch eine totale Ökonomisierung des menschlichen Lebens, der wird früher oder später nicht darum herkommen, die Systemfrage zu stellen. Und die lautet: Wie wollen wir leben? Oder, erst einmal: Wollen wir wirklich weiterhin und immer noch radikaler so "leben"? Und: Wer hat eigentlich bestimmt, dass wir so leben müssen, und wer profitiert davon?
Ein Vorschlag zur Güte an die protestierenden Studenten (und ihre Gegner)
Eine Frau Wintermantel, so was wie die oberste Verwaltungsverwalterin der deutschen Universitäten, hat erklärt: "Auf den Arbeitsmärkten wächst die Akzeptanz der Bachelor- und Masterabsolventen." Das, meint sie, sei ein Erfolg.
Ja ist es, und zwar für die Durchsetzung vollkommener geistiger Verwirrung in Bezug auf das, was man in Europa unter "Bildung" versteht. "Bildung" ist für Leute wie Wintermantel nichts anderes und nicht mehr als ein Arsenal von Fertigkeiten, die der Mensch braucht, um als Arbeitskraft eingesetzt werden zu können. Idealtypisch verkörpert ist diese Ideologie in der Durchsetzung der "Wirtschaftswissenschaften", im engeren Sinne der Betriebswirtschaftslehre (die nicht umsonst "Lehre" heißt) , als Leitdisziplin aller akademischen Zweige und Richtungen. Niemand traut sich mehr zu fragen, was diese Schulung in den Dogmen der Geldreligion an einer Universität zu suchen hat, seit mehr Menschen BWL "studieren" als irgendein anderes Fach, seit Menschen Dingsbumsklimbim wie "Sporteventmarketing" für akademisch halten, so etwas den Künsten, der Literatur, Sprachen, Philosophie, Musik, Historiographie etc. gleichsetzen und meinen, man könne diese ebenso in ein paar Jahren wie in einer Schule "lernen" und den Lernerfolg mit einem "Bachelor"-Abschluss nachweisen, um dann loszustarten und sich verwerten zu lassen.
Um das klarzustellen: es ist völlig verständlich und im Sinne der kapitalistischen Logik zwangsläufig, dass Firmen und Konzerne möglichst gut ausgebildete Arbeitskräfte haben möchten. Aber uns (alle), als Gesellschaft, geht das überhaupt nichts an. Wenn jemand Menschenmaterial zum Ausbeuten braucht, soll er sich das gefälligst selbst heranziehen. Oder sagen wir's ein bisschen milder: Wer ein Studium als Ausbildung (zum Ausüben eines Berufs) begreift, der ist ein Auszubildender und kein Student (und darf sich nach Ende seiner Ausbildung gerne "Meister" nennen, wie das in anständigen Berufen seit langem üblich ist - wohingegen der Titel "Bachelor" - "Junggeselle" - die schreiende Lächerlichkeit der ganzen skandalösen "Reform" belegt). Das meine ich nicht im Geringsten überheblich; es ist nur eine notwendige Abgrenzung. Ein Studium hat keinen "Zweck" und per se auch kein Ziel, nur das, sich zu bilden um kritisch denken, reflektieren, sich äußern und andere Menschen anregen und lehren zu können. Das wiederum geht die Industrie, den Handel und andere Gewerbe nichts an, im Gegenteil: Es läuft ihnen im Normalfall zuwider. Deshalb gehen sie dagegen vor, indem sie sich die Universitäten unter den Nagel reißen, sie zu Berufsschulen umbauen und mit Depperldisziplinen überschwemmen, die man möglichst gut kontrollieren, normieren und zur Heranziehung von arbeitsfähigem Humanmaterial nutzen kann.
Der derzeitige Konflikt an den Universitäten wäre also ganz einfach zu lösen: durch die Gründung neuer, staatlicher Institute, die ausschließlich für die zugänglich sind, die studieren wollen. Solche Menschen brauchen wir alle, als Gesellschaft deshalb sollte ihr Studium selbstverständlich kostenlos sein; man könnte ihnen auch eine Art Bildungsgehalt zahlen, damit sie sich geistig betätigen können und nicht gezwungen sind, nebenbei zu arbeiten. Die derzeitigen "Hochschulen" kann man dann der Wirtschaft übergeben, damit sie sie nach Belieben zur Ausbildung von Arbeitskräften nutzt. Dafür gibt es selbstverständlich vom keinen einzigen Cent vom Staat. Wenn die Wirtschaft eine möglichst gut verwertbare Ausbildung möchte, soll sie selbst dafür aufkommen - sie steckt ja hinterher auch die Profite ein. Dass sie diese an den Börsen verklappt und dafür die Regierungen Studiengebühren kassieren lässt, dass selbige Regierungen die Studiengebühren dann dafür missbraucht die Steuern der Großverdiener zu senken und andererseits ein bürokratisches Monstrum wie die Bafög-Behörden schaffen, um per Almosen, Leihgabe und Augenwischerei den Eindruck zu erwecken, ihnen sei daran gelegen, Kindern anderer Klassen als der der Besitzenden und Bestimmenden ein Studium oder wenigstens eine elitemäßige Berufsausbildung zu ermöglichen macht den ganzen Circus vollends zur Farce.
Der Konflikt an den und um die Universitäten, der sich derzeit endlich und vollkommen legitim in Demonstrationen, Besetzungen und anderem entlädt (und dies hoffentlich weiterhin tun wird), hat also über den Vordergrund hinaus nicht das geringste mit "Bachelor", "Master" und anderem Bologna-Pipifax zu tun, auch nicht mit minimalen Erhöhungen der Bafög-Almosen und der (selbstverständlich absolut notwendigen) Abschaffung der Studiengebühren. Wer damit nicht einverstanden ist, dem wird es auf die Dauer nichts helfen, zu fordern, die Heizung aufzudrehen, nachdem die Hauswände eingerissen worden sind. Mag sein, dass es davon in der Ruine vorübergehend ein bisschen wärmer wird - aber nur so lange, bis der letzte Brennstoff verbraucht ist. Anders gesagt: Wer nicht damit einverstanden ist, dass wirkliche Bildung und kritisches Denken vollständig aus Europa verschwinden und ersetzt werden durch eine totale Ökonomisierung des menschlichen Lebens, der wird früher oder später nicht darum herkommen, die Systemfrage zu stellen. Und die lautet: Wie wollen wir leben? Oder, erst einmal: Wollen wir wirklich weiterhin und immer noch radikaler so "leben"? Und: Wer hat eigentlich bestimmt, dass wir so leben müssen, und wer profitiert davon?
venerdì 18 dicembre 2009
it's just about you
well, this is at least what advertising tells to all of us, be it guys or gals, old or young. we are so important, our needs absolutely need to be fulfilled immediately, otherwise - well, probably nothing, but possibly the world would end.
so what is just about us? the whole world around us? - i don't think so, even though sometimes it would be nice to believe that everyone else existed just to make our own life as pleasant and interesting as possible. but who seriously believes this?
all this stuff they are trying to make us buy? because afterwards we will be happier? more beautiful? more intelligent? more loveable? - if it would work, one wouldn't need advertising in the first place, nor would one need all the subsequent products as their predecessors already made us happy, beautiful, fulfilled etc.
now i wonder: which interest do advertisers and producers have in selling us things that really make our lives better? i daresay NONE.
everything that could possibly lead to a more sustainable happiness would be deadly for their business. so instead of making people discover their uniqueness, their individual strengths and their place in the world (which admittedly can be a cumbersome and exhausting process) the strategy is to keep them in their self centered bubble and to keep their emotional emptyness EMPTY. and - in the absence of former enforced role models - why not use the chance to draft one which the good customer will willingly follow and buy whatever one places in front of them?
of course people are not stupid - they still have their intuition left and feel they are lacking something. but following the loud consumeristic advices they are told wherever they go is so much easier than listening to that little voice of doubt. apart from that, distracting people from thinking about anything serious by flooding their perceptional capabilities seems an effective way to go.
look around - it works.
so what is just about us? the whole world around us? - i don't think so, even though sometimes it would be nice to believe that everyone else existed just to make our own life as pleasant and interesting as possible. but who seriously believes this?
all this stuff they are trying to make us buy? because afterwards we will be happier? more beautiful? more intelligent? more loveable? - if it would work, one wouldn't need advertising in the first place, nor would one need all the subsequent products as their predecessors already made us happy, beautiful, fulfilled etc.
now i wonder: which interest do advertisers and producers have in selling us things that really make our lives better? i daresay NONE.
everything that could possibly lead to a more sustainable happiness would be deadly for their business. so instead of making people discover their uniqueness, their individual strengths and their place in the world (which admittedly can be a cumbersome and exhausting process) the strategy is to keep them in their self centered bubble and to keep their emotional emptyness EMPTY. and - in the absence of former enforced role models - why not use the chance to draft one which the good customer will willingly follow and buy whatever one places in front of them?
of course people are not stupid - they still have their intuition left and feel they are lacking something. but following the loud consumeristic advices they are told wherever they go is so much easier than listening to that little voice of doubt. apart from that, distracting people from thinking about anything serious by flooding their perceptional capabilities seems an effective way to go.
look around - it works.
mercoledì 16 dicembre 2009
martedì 15 dicembre 2009
christmas preparation mood
i don't know if you remember the legendary cookies from elvis' christmas & knödel party.. it's been a while (today exactly 2 years ;) but watching it puts me in a christmas mood and reminds me of amazing 6 hours of baking with olga :)
anti - consumerism
My new happy phrase: "I really don't need this." It's totally efficient when browsing through stores (either virtual or physical). Ok, sometimes it can get frustrating when my mind tries to make me be a good customer - I nearly feel guilty for not buying anything. But most of the time it feels so liberating laughing at all the ads :D
lunedì 7 dicembre 2009
mercoledì 25 novembre 2009
a comprehensive guide to internet insecurity
there seem to be some people that are more able to be unlucky than the rest of the world. always at the wrong time at the wrong spot, they run into all kinds of troubles.
the good news are that to compete with their infallible sense of timing you don't need to leave your house anymore. a simple computer with internet connection are already enough (if set up properly) to get yourself attacked, robbed, cheated, etc. Simply follow these instructions.
the good news are that to compete with their infallible sense of timing you don't need to leave your house anymore. a simple computer with internet connection are already enough (if set up properly) to get yourself attacked, robbed, cheated, etc. Simply follow these instructions.
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