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martedì 29 dicembre 2009

Wie wollen wir leben?

In-München Dezember 2009 - Belästigungen von Michael Sailer
Ein Vorschlag zur Güte an die protestierenden Studenten (und ihre Gegner)

Eine Frau Wintermantel, so was wie die oberste Verwaltungsverwalterin der deutschen Universitäten, hat erklärt: "Auf den Arbeitsmärkten wächst die Akzeptanz der Bachelor- und Masterabsolventen." Das, meint sie, sei ein Erfolg.

Ja ist es, und zwar für die Durchsetzung vollkommener geistiger Verwirrung in Bezug auf das, was man in Europa unter "Bildung" versteht. "Bildung" ist für Leute wie Wintermantel nichts anderes und nicht mehr als ein Arsenal von Fertigkeiten, die der Mensch braucht, um als Arbeitskraft eingesetzt werden zu können. Idealtypisch verkörpert ist diese Ideologie in der Durchsetzung der "Wirtschaftswissenschaften", im engeren Sinne der Betriebswirtschaftslehre (die nicht umsonst "Lehre" heißt) , als Leitdisziplin aller akademischen Zweige und Richtungen. Niemand traut sich mehr zu fragen, was diese Schulung in den Dogmen der Geldreligion an einer Universität zu suchen hat, seit mehr Menschen BWL "studieren" als irgendein anderes Fach, seit Menschen Dingsbumsklimbim wie "Sporteventmarketing" für akademisch halten, so etwas den Künsten, der Literatur, Sprachen, Philosophie, Musik, Historiographie etc. gleichsetzen und meinen, man könne diese ebenso in ein paar Jahren wie in einer Schule "lernen" und den Lernerfolg mit einem "Bachelor"-Abschluss nachweisen, um dann loszustarten und sich verwerten zu lassen.

Um das klarzustellen: es ist völlig verständlich und im Sinne der kapitalistischen Logik zwangsläufig, dass Firmen und Konzerne möglichst gut ausgebildete Arbeitskräfte haben möchten. Aber uns (alle), als Gesellschaft, geht das überhaupt nichts an. Wenn jemand Menschenmaterial zum Ausbeuten braucht, soll er sich das gefälligst selbst heranziehen. Oder sagen wir's ein bisschen milder: Wer ein Studium als Ausbildung (zum Ausüben eines Berufs) begreift, der ist ein Auszubildender und kein Student (und darf sich nach Ende seiner Ausbildung gerne "Meister" nennen, wie das in anständigen Berufen seit langem üblich ist - wohingegen der Titel "Bachelor" - "Junggeselle" - die schreiende Lächerlichkeit der ganzen skandalösen "Reform" belegt). Das meine ich nicht im Geringsten überheblich; es ist nur eine notwendige Abgrenzung. Ein Studium hat keinen "Zweck" und per se auch kein Ziel, nur das, sich zu bilden um kritisch denken, reflektieren, sich äußern und andere Menschen anregen und lehren zu können. Das wiederum geht die Industrie, den Handel und andere Gewerbe nichts an, im Gegenteil: Es läuft ihnen im Normalfall zuwider. Deshalb gehen sie dagegen vor, indem sie sich die Universitäten unter den Nagel reißen, sie zu Berufsschulen umbauen und mit Depperldisziplinen überschwemmen, die man möglichst gut kontrollieren, normieren und zur Heranziehung von arbeitsfähigem Humanmaterial nutzen kann.

Der derzeitige Konflikt an den Universitäten wäre also ganz einfach zu lösen: durch die Gründung neuer, staatlicher Institute, die ausschließlich für die zugänglich sind, die studieren wollen. Solche Menschen brauchen wir alle, als Gesellschaft deshalb sollte ihr Studium selbstverständlich kostenlos sein; man könnte ihnen auch eine Art Bildungsgehalt zahlen, damit sie sich geistig betätigen können und nicht gezwungen sind, nebenbei zu arbeiten. Die derzeitigen "Hochschulen" kann man dann der Wirtschaft übergeben, damit sie sie nach Belieben zur Ausbildung von Arbeitskräften nutzt. Dafür gibt es selbstverständlich vom keinen einzigen Cent vom Staat. Wenn die Wirtschaft eine möglichst gut verwertbare Ausbildung möchte, soll sie selbst dafür aufkommen - sie steckt ja hinterher auch die Profite ein. Dass sie diese an den Börsen verklappt und dafür die Regierungen Studiengebühren kassieren lässt, dass selbige Regierungen die Studiengebühren dann dafür missbraucht die Steuern der Großverdiener zu senken und andererseits ein bürokratisches Monstrum wie die Bafög-Behörden schaffen, um per Almosen, Leihgabe und Augenwischerei den Eindruck zu erwecken, ihnen sei daran gelegen, Kindern anderer Klassen als der der Besitzenden und Bestimmenden ein Studium oder wenigstens eine elitemäßige Berufsausbildung zu ermöglichen macht den ganzen Circus vollends zur Farce.

Der Konflikt an den und um die Universitäten, der sich derzeit endlich und vollkommen legitim in Demonstrationen, Besetzungen und anderem entlädt (und dies hoffentlich weiterhin tun wird), hat also über den Vordergrund hinaus nicht das geringste mit "Bachelor", "Master" und anderem Bologna-Pipifax zu tun, auch nicht mit minimalen Erhöhungen der Bafög-Almosen und der (selbstverständlich absolut notwendigen) Abschaffung der Studiengebühren. Wer damit nicht einverstanden ist, dem wird es auf die Dauer nichts helfen, zu fordern, die Heizung aufzudrehen, nachdem die Hauswände eingerissen worden sind. Mag sein, dass es davon in der Ruine vorübergehend ein bisschen wärmer wird - aber nur so lange, bis der letzte Brennstoff verbraucht ist. Anders gesagt: Wer nicht damit einverstanden ist, dass wirkliche Bildung und kritisches Denken vollständig aus Europa verschwinden und ersetzt werden durch eine totale Ökonomisierung des menschlichen Lebens, der wird früher oder später nicht darum herkommen, die Systemfrage zu stellen. Und die lautet: Wie wollen wir leben? Oder, erst einmal: Wollen wir wirklich weiterhin und immer noch radikaler so "leben"? Und: Wer hat eigentlich bestimmt, dass wir so leben müssen, und wer profitiert davon?

domenica 23 agosto 2009

Ich will meine Glühbirne!!!!

Zufällig bin ich heute über einige Artikel zum Glühbirnenverbot gestolpert. Sie bestätigen mich nur in meiner Meinung, dass das von der EU geforderte Verbot nicht nur sinnlos in meine Lebensgewohnheiten eingreift, sondern auch noch meine Gesundheit gefährdet (wer hat nicht schon mal eine Glühbirne zerdeppert oder Kopfschmerzen von schlechtem Licht bekommen?). Diese Bevormundung und der dahinterstehende Lobbyismus ärgern mich unglaublich!

Aus diesem Grund habe ich mich entschieden, diese Petition zu unterzeichnen und lade euch alle ein, dies auch zu tun. Es kostet wirklich keine Zeit und ist doch ein Mittel, die eigene Stimme in die Waagschale zu werfen.

Damit ihr das nicht 'blind' macht, hier noch einige Artikel, die euch überzeugen werden:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,644215,00.html


http://www.br-online.de/das-erste/report-muenchen/report-gluehbirne-klimaschutz-ID1230898145031.xml

http://www.welt.de/wirtschaft/article4281664/Deutsche-kaempfen-gegen-das-Gluehbirnen-Verbot.html


Eine Website, die sich dem Thema widmet:
http://pro-gluehlampe.de/

giovedì 17 luglio 2008

What became of the frog?

Maybe some of you remember the controversies following the opening of the first official exhibition at the Museion of Bolzano. The bone of contemption was a particular artwork, showing a crucified frog. What followed were long and fierce public discussions about respecting religion or feeling insulted, paired with claims to have the thing removed. However, hardly anyone seemed to find their way to actually analyse the work in question and the ideas the artist might have had with it (proving what people tried to reject - that bolzano in fact is a little too provincial to easily digest modern art).
After leaving Bolzano I lost track of the matter, until it reappeared this morning at the breakfast table. A quick search brought the result that (fortunately, in my opinion) the decision was reached to leave the exponat, even though some parties are aiming for more control on exhibitions to come (which I wonder if it will not ruin the purpose of a modern art museum, which should spark off controversies to make people think).
In the course of browsing on this topic I found a post on an interesting blog, dedicated to the issue of democracy and media in south tyrol. If you are interested in these issues (and understand German) I highly recommend you to look through it. Even if I do not agree with everything stated there, it is food for thought as well as refreshingly contrasting to some of the south tyrol media.

martedì 17 giugno 2008

What does it mean to you?

Being in the middle of the European Championships, the issue of patriotisms surfaced again. It's a part of culture that feels a bit strange to me, and I wonder how you feel about it. Should one be patriotic, and why (or why not)? And what classifies as it?

In this sense, I invite you (even ask you) to share your ideas on the matter with me. To get started, I will attach an extract from a dictionary.

domenica 9 marzo 2008

Südtirol - eine Welt für sich...

Endstand

1. Manfred Mölgg (Südtirol) 1:42,29 Min. (52,43/49,86 Sek.);
2. Ivica Kostelic (Kroatien) 1:42,70 (53,07/49,63);
3. Marcel Hirscher (Österreich) 1:42,78 (53,32/49,46);
4. Jean-Baptiste Grange (Frankreich) 1:42,84 (53,12/49,72);
5. Reinfried Herbst (Österreich) 1:42,93 (52,74/50,19);
6. Felix Neureuther (Deutschland) 1:43,15 (53,43/49,72);
7. Ted Ligety (USA) 1:43,52 (54,44/49,08);
8. Cristian Deville (Italien) 1:43,56 (53,29/50,27);
9. Julien Lizeroux (Frankreich) 1:43,67 (53,73/49,94);
10. Giorgio Rocca (Italien) 1:43,87 (53,81/50,06);


Der Endstand des Riesentorlaufs des letzten Samstags sieht auf den ersten Blick ganz unverfänglich aus... aber nur auf den ersten... auf den zweiten scheint er eher Hinweise auf das Streben nach der südtiroler Weltherrschaft zu sein, denn augenscheinlich ist dieser schöne Flecken Land schon ein souveräner Staat, der locker mit Österreicht, Deutschland, USA und - natürlich - auch mit Italien mithalten kann... !!
Irgendetwas muss da politisch an mir vorbeigerauscht sein, denn von all dem hab ich nichts mitbekommen, es ist jedoch öffentlich auf Südtirol online zu finden. Ob da das Kosovo-Syndrom am grassieren ist? Also ich weiß nicht so recht... Wo wir da wohl hinkommen, wenn das Mode wird? Wahrscheinlich werde ich, wenn ich zu Ostern nach Hause fahre, das Königreich Bayern wiedererstanden vorfinden. Und beim nächsten Skiweltcup würde es dann heißen:

6. Felix Neureuther (Königreich Bayern) 1:43,15 (53,43/49,72);

Servus und ski heil aus der Haupstadt der Welt! ;)

sabato 1 marzo 2008

bella italia??


A different perspective on Napoli... and a wonderful example of political buck-passing. Cause, of course, in the end noone is to blame...


You can get another good impression from this slideshow. Its creator tagged it with the comment: 'If you need to get rid of your rubbish, just put it in front of the town hall or the houses of officials. They will remove it quickly from there..'

giovedì 13 dicembre 2007

Storm in the mailbox

Currently there is a very interesting and heated discussion going on in the mailing lists of the university here...

The beginning was the invitation to an event, hosted by a local fraternity and taking place on university's premises. The topic : Terrorism and its trends. The speaker: a colonel from the United States Marine Corps.
The problem: the invitation was sent to everybody connected to the university network by the 'administration' mailing list. Since then, everybody's mailboxes keep filling up by the most interesting replies, of which I will show some here. (It has to be noted, that none of them was in favor of the event)

guten tag, noch etwas verblüfft von der gerade geöffneten mitteilung erlaube ich mich nachzufragen, warum über "Administration" solche mitteilungen hochschulweit versendet werden.

I miei "complimenti" per la raffinata iniziativa culturale e per il relatore, la cui obbiettività scientifica è certamente fuori di dubbio.
Spero sia un caso di umorismo involontario.
Cordiali saluti

Gentile colleghe, gentili colleghi!
Mi sono posto la stessa domanda del preside Prey. Me la sono posta, a dir la verità, anche per la mostra del repubblichino nella guerra civile di Spagna. Senza alcuna pretesa di moralità, ma "Guernavaca docet!"
Werte Kolleginnen und Kollegen!
Ich habe mir dieselbe Frage gestellt, die sich auch Dekan Prey gestellt hat. Der Wahrheit zuliebe habe ich mir die Frage bereits zur Fotoausstellung des "Söldners" im spanischen Bürgerkrieg gestellt. Ohne jeden moralischen Anspruch möchte ich an "Guernavaca" errinnern.

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,
ich darf dazu von meiner Seite - und ich bin bisher nur Contract Professor an der FU Bozen - nachdrücklichen Protest gegen solche Veranstaltungen an der Uni Bozen einlegen. Das widerspricht jeder Haltung der politisch-sachlichen Unabhängigkeit einer Universität!
Ich möchte hiermit - u.a. auch als Buchautor zur "Nachhaltigen Demokratisierung des Irak", Passagen Verlag Wien 2005 - im Sinne gelebten Pluralismus davor warnen, derartigen Veranstaltungen, die potentiell rufschädigend für alle Lehrenden an der FU Bozen sind, jemals wieder Raum zu geben.
Ich erbitte dazu höflichst eine Stellungnahme derjenigen, die diese Veranstaltung genehmigt haben!

Anch'io sono rimasto alquanto "stupito" nel vedere che ospitiamo un
evento di questo tipo. Non credo che giovi in alcun modo
all'immagine della nostra università e del suo corpo accademico.
Personalmente, prendo decisamente le distanze.


Gent.ma Rettrice, gent.ma Direttrice Generale,
Mi associo con le voci di quanti hanno espresso perplessità rispetto
all'incontro che si è tenuto ieri presso la nostra Università.

Aggiungo che quando ho letto l'informazione ero talmente stupita che sono
andata a sentire di persona.
Aula magna affollata, cappellini rossi, credo appartenenti alla
confraternita organizzante.
E per quanto riguarda il relatore, penso di non andare molto lontano dal
vero a definirla pura propaganda.

Non vorrei essere equivocata, il problema NON è il tema, ma le modalità.

A maggior ragione a proposito di una questione tragicamente centrale oggi
come dimostrano le cronache degli attentati di Algeri occorsi due gg fa.

Dear Rector, Dear General Director,
I agree with my colleague Tagliavini. I had already noted in the past, with reference to law conferences organized by local associations and held in our lecture rooms, that people think that these events are somehow related to the University. The organizers do expect professors and students to attend, and in the general public perception the event is "University certified". This create problems.

Moreover, if academics from other universities are invited, this might become a source of embarassment. Imagine a law professor in corporate law invited to give a presentation at a conference organized by the Bar Association and taking place in our premises. He expects me to welcome him, maybe to have a dinner together, to talk with him about the conference but also about positions to be opened for young researchers, etc. etc. Unfortunately, I does not know anything about the event, or I am out of Bolzano in the relevant days, or I simply do not to want to discuss those issues or to meet the person.

Something similar happened to me two years ago, when the local Bar Association organized a civil procedure conference here in Bolzano. The organizers expected the "law professors" to attend and students to be in the audience. Unfortunately, I discovered that the event was taking place here only few days before its start, I had another conference in another place, we had no people in the civil procedure area (we are not a law school indeed), students of economics were not interested at all in a conference concerning forced executions (esecuzione forzata). My colleague Stefano Lombardo was nevertheless forced to attend the conference, because the organizers wanted to have a sign of the "University presence" and we felt we were cornered into a situation in which someone of us had to be present.

In short, a University is not a neutral place were people can hold events and give lectures.


Dear Rector, Dear General Director

I have attended the lecture on Terrorism and its Trends by Colonnel Prat in an University lecture hall.
I do believe that our University should ask itself and open an internal discussion on:
1) the possibility to have such external events organized within its spaces;
2) the need for a selection of topics and/or speakers (e.g. related to our expertises);
3) the necessity for maintaining these events clearly separated from University activities as there is the risk of being associated to them.

In this respect, in agreement with other collegues (see e-mails), I am also unconvinced our Administration should have sent the advertisement of the yesterday lecture to professors and students.





Free Rice

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