Die Assoziationen die mit dem Wort 'aufräumen' einhergehen beschäftigen sich meist mit dem Zurücklegen von Dingen an ihren Ort, so dass sie gleichsam 'von der Oberfläche verschwinden'. Implizit findet in diesem Fall ein enormer Informationsverlust statt, da die Spuren stattgefundener Vorgänge entfernt werden. Oft ist dieses Vorgehen gekoppelt an die Sorge Außenstehenden nicht zu viel über das persönliche Innenleben zu verraten, gleichsam um eine gewisse (respektvolle) Distanz zu wahren.
Beobachtung hat jedoch zu Tage gefördert, dass diese Assoziationen viel zu eng gefasst sind: Aufräumen kann nämlich durch geschicktes Drapieren der Objekte zu einem Mittel werden, mit dem Informationen nicht verschwinden sondern präzisiert und möglicherweise auch manipuliert werden.
Mangels kreativer Einfälle nenne ich dieses Verhalten:
Kommunikation durch informationserhaltendes Aufräumen
Bewertung:
Generell ein geniales Manöver da es die Schaffung eines höchst plastischen Gesamteindrucks ermöglicht ohne Besucher durch explizite Unordentlichkeit zu abzustoßen. Der Eindruck kann durch wenige gezielte Anmerkungen enorm in Szene gesetzt werden oder ohne diese den Betrachtenden in erhebliche Verwirrung stürzen.
Verstörend ist für den Betrachter die unbeantwortete Frage ob derart intime, unfreiwillige Einblicke in das Leben des Gastgebers ein Versehen oder tatsächlich von diesem beabsichtigt sind. In der Konsequenz gerät der Betrachtende unter Zugzwang: er muss sich entscheiden zwischen explizitem Ignorieren oder Artikulieren seiner subjektiven Wahrnehmung. Jedoch begiebt er sich auf Grund der unklaren Situation mit beiden Alternativen auf dünnes Eis.
Abschließend wird festgestellt, dass das Konzept für den Sender der Informationen viele Vorteile bietet - er kann den arglosen Empfänger in jede beliebige Richtung manövrieren. Beispielsweise kann jede Bemerkung des Empfängers der Subjektivität (und damit Fehlerhaftigkeit) seiner Wahrnehmung zugeschrieben werden. Zur effektiven Klärung von Sachverhalten ist das Verfahren allerdings nicht immer geeignet und wirkt durch seine Subtilität unaufrichtig. Dadurch stellt es gleichsam die verbal-kommunikative Sozialkompetenz als auch die Absichten des Senders in Frage.
Beobachtung hat jedoch zu Tage gefördert, dass diese Assoziationen viel zu eng gefasst sind: Aufräumen kann nämlich durch geschicktes Drapieren der Objekte zu einem Mittel werden, mit dem Informationen nicht verschwinden sondern präzisiert und möglicherweise auch manipuliert werden.
Mangels kreativer Einfälle nenne ich dieses Verhalten:
Kommunikation durch informationserhaltendes Aufräumen
Bewertung:
Generell ein geniales Manöver da es die Schaffung eines höchst plastischen Gesamteindrucks ermöglicht ohne Besucher durch explizite Unordentlichkeit zu abzustoßen. Der Eindruck kann durch wenige gezielte Anmerkungen enorm in Szene gesetzt werden oder ohne diese den Betrachtenden in erhebliche Verwirrung stürzen.
Verstörend ist für den Betrachter die unbeantwortete Frage ob derart intime, unfreiwillige Einblicke in das Leben des Gastgebers ein Versehen oder tatsächlich von diesem beabsichtigt sind. In der Konsequenz gerät der Betrachtende unter Zugzwang: er muss sich entscheiden zwischen explizitem Ignorieren oder Artikulieren seiner subjektiven Wahrnehmung. Jedoch begiebt er sich auf Grund der unklaren Situation mit beiden Alternativen auf dünnes Eis.
Abschließend wird festgestellt, dass das Konzept für den Sender der Informationen viele Vorteile bietet - er kann den arglosen Empfänger in jede beliebige Richtung manövrieren. Beispielsweise kann jede Bemerkung des Empfängers der Subjektivität (und damit Fehlerhaftigkeit) seiner Wahrnehmung zugeschrieben werden. Zur effektiven Klärung von Sachverhalten ist das Verfahren allerdings nicht immer geeignet und wirkt durch seine Subtilität unaufrichtig. Dadurch stellt es gleichsam die verbal-kommunikative Sozialkompetenz als auch die Absichten des Senders in Frage.


